Erfahrungen & Bewertungen zu Marco Visconti Identitätsprüfung Geldwäschegesetz | visconti-immobilien

Geldwäschegesetz

Wenn der Makler Sie nach dem Personalausweis fragt

Nach dem Geldwäschegesetz (gemäß § 2 Absatz 1 Nr. 10 GwG) müssen Immobilienmakler beim Immobilienkauf die Identität ihrer Kunden (Käufer und Verkäufer) überprüfen und feststellen.

Der Makler muss Verkäufer und Käufer identifizieren, wenn ein ernsthaftes Kaufinteresse besteht. Von einem ernsthaften Kaufinteresse ist nach der Gesetzesbegründung spätestens dann auszugehen, wenn einer der Beteiligten von dem anderen den Kaufvertrag im Entwurf erhalten hat. Darüber hinaus kann ein ernsthaftes Interesse am Abschluss des Kaufvertrags angenommen werden, wenn der (voraussichtliche) Käufer mit dem (möglichen) Verkäufer oder dem Makler eine Reservierungsvereinbarung oder einen Vorvertrag abgeschlossen oder eine Reservierungsgebühr an den Makler entrichtet hat.

Als Verkaufsmakler sind Immobilienmakler daher verpflichtet, sich die Personalausweise beider Parteien des Kaufvertrags, also vom Käufer und vom Verkäufer, zeigen zu lassen und vollständige Kopien der Dokumente anzufertigen oder sie vollständig optisch digital zu erfassen (§ 11 Identifizierung, Abs. 4,  Nr. 1 GwG).

Hierbei werden bei natürlichen Personen folgende Daten erhoben:

  • Vorname und Nachname
  • Geburtsort
  • Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Wohnanschrift

Außerdem muss der Immobilienmakler prüfen, ob seine Kunden im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder für einen Dritten handeln. Ist letzteres der Fall, muss der wirtschaftlich Berechtigte ermittelt und identifiziert werden.

Dazu muss bei juristischen Personen des Privatrechts oder einer eingetragenen Personengesellschaft ein Registerauszug (aus dem Transparenzregister, Handels- oder Vereinsregister) eingeholt werden.

Hier ist ebenfalls eine Kopie des Handelsregisterauszuges ausreichend.

Ferner sind Informationen über den Geschäftszweck des Unternehmens einzuholen.

Ebenso müssen die beiden Parteien eines Miet- oder Pachtvertrags mit einer monatlichen Miete oder Pacht von mehr als 10.000 Euro (Nettokaltmiete) identifiziert werden, wenn die Parteien hinreichend feststehen.

Sind für die Vertragsparteien mehrere Immobilienmakler tätig, so muss jeder Makler nur die Seite identifizieren, für die er handelt. Hierdurch soll eine Doppelidentifizierung (z. B. bei Gemeinschaftsgeschäften) vermieden werden.

Sämtliche Unterlagen sind vom Immobilienunternehmen mindestens 5 Jahre aufzubewahren.

Gemäß § 4 Abs. 6 GwG sind Sie als Kunde verpflichtet, dem Immobilienmakler die entsprechenden Auskünfte zu erteilen und Unterlagen oder Ausweis zur Erfassung vorzulegen.

Helfen Sie uns die Auflagen zu erfüllen, um kriminellen Handlungen im Rahmen von Immobiliengeschäften entgegen zu treten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Weiterführende Links:

Geldwäschegesetz (GwG)

Geldwäschegesetz (GwG) Neuerungen ab 2020 – Regierungspräsidium Darmstadt