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Immer schriftlich!    Natürlich!      Oder doch nicht?

Tatsächlich kann ein Mietvertrag sowohl schriftlich als auch mündlich abgeschlossen werden.

Voraussetzung: Für einen wirksamen Vertrag müssen folgende Formalitäten klar sein:

-Vertragspartner
-Mietobjekt
-Miethöhe
-Zeitpunkt des Einzuges
-Mietdauer

Wird nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart, gelten bei Abschluss eines mündlichen Mietvertrages die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. So müssen Sie als Mieter z. B. keine Schönheitsreparaturen vornehmen und Nebenkosten nur zahlen, wenn es so abgesprochen wurde.

Der Nachteil eines mündlichen Mietvertrages ist, dass es im Streitfall schwer nachzuweisen ist, welche Punkte im Mietvertrag konkret vereinbart wurden und es kann zu langen Diskussionen und vielleicht auch zu Rechtsstreitigkeiten kommen. Somit ist es ratsam immer einen schriftlichen Mietvertrag abzuschließen!

Herzliche Grüße aus Hattersheim
Marco Visconti

Wenn Sie herausfinden möchten, welchen Betrag Sie monatlich für Ihre Mietzahlung nutzen können, sollten Sie Ihren persönlichen „Wieviel-Miete-kann-ich-zahlen-Rechner“ mit einigen Daten füttern. Denn diese Frage pauschal zu beantworten, ist nicht möglich, da die Voraussetzungen und individuellen Bedürfnisse von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich sind (Single, Familie mit Kind(ern), Hobbies usw.).

Eine derartige Berechnung der monatlichen Ein- und Ausgaben sollte folgende Aspekte beinhalten, um auf ein realistisches Ergebnis zu kommen:

Rechnung

Nehmen Sie als Grundlage Ihr monatliches Netto-Einkommen und ziehen davon folgende Kosten ab:

  • Lebensmittel
  • Telefon, Mobilfunk, Internet
  • Kfz-Kosten (Benzin, Versicherungen, Steuer)
  • Strom
  • diverse Versicherungen
  • Bildung von Rücklagen
  • Ausgaben für Freizeitaktivitäten, Kleidung etc.

Der Restbetrag ist die Summe, die Ihnen für Ihre Miete bleibt.

Herzliche Grüße

Marco Visconti


Ein Haus oder eine Wohnung kauft oder mietet man nicht mal im Vorbeigehen. Mieter oder Käufer sollten sich auf Besichtigungen ideal vorbereiten. Hier unsere Tipps, damit die Besichtigung optimal verläuft.

Die Vorbereitung:

  • Informieren Sie sich, so gut es geht, vorab über die Immobilie. Schauen Sie sich Bilder an, prägen Sie sich den Zuschnitt ein, notieren Sie sich Fragen, die Sie vielleicht jetzt schon haben. Lassen Sie sich ein Exposé über das Objekt bereits im Vorhinein zusenden.
  • Denken Sie an Ihr Smartphone für Bilder und Videos, einen Zollstock oder eine Maß-App und einen Block für Notizen.
  • Sind Eigenauskünfte gefordert? Gehaltsnachweise? Schufa-Einträge?

Allgemeines:

  • Lassen Sie sich das Haus oder die Wohnung im Tageslicht zeigen. So kann man besser beurteilen, wie die Sonne scheint und kleinere Mängel am Objekt sind besser zu erkennen.
  • Nehmen Sie sich Zeit! Eilen Sie nicht durch das Haus oder die Wohnung, sondern schauen Sie es sich im Detail an. Ein guter Makler hat dafür Verständnis.

Die Lage

  • Wie sehen die Häuser nebenan aus? Wie gefällt Ihnen die Gegend?
  • Gibt es Verkehrslärm? Wie laut ist es?
  • Wo sind die nächsten Einkaufsmöglichkeiten?
  • Gibt es eine Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel?

Das Haus/Die Wohnung

  • Prüfen Sie das Objekt von außen und von innen auf Herz und Nieren:
  • Wie ist das Objekt aufgeteilt?
  • Bestehen Mängel?
  • In welchem Zustand befinden sich Dach und Gemäuer?
  • Haben Modernisierungsmaßnahmen stattgefunden?
  • Wie wird geheizt?
  • Gibt es einen Garten/einen Balkon?

Zahlen und Fakten

  • Wie groß ist das Objekt? Wie groß die Wohnfläche?
  • Wie hoch ist der Kaufpreis?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten?
  • Wie ist der Grundriss?
  • Gibt es einen Energieausweis und was weist dieser aus?
Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Ihnen ein Gefühl dafür geben, worauf es bei einer Besichtigung ankommt.

Notieren Sie sich alle möglichen Zahlen und Fakten rund um das Objekt. Wie hoch ist der Kaufpreis? Wie viele Quadratmeter Wohnfläche hat das Objekt? Gibt es einen Grundriss? Besitzt das Haus einen Energieausweis? Wie hoch sind die Kauf- und generellen Nebenkosten des Objekts?

Generell gilt: Je mehr Informationen Sie über das Objekt sammeln, desto leichter fällt Ihnen später eine Entscheidung für oder gegen das Objekt. Nehmen Sie sich Zeit bei der Besichtigung, ein guter Makler wird Ihnen diese einräumen. Wenn Sie das Haus oder die Wohnung nochmal sehen möchten, fragen Sie nach einem zweiten Termin!

Viel Erfolg!

Herzliche Grüße

Marco Visconti

Wohnen-zur-Miete-Eigenbedarf
Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist durch den Gesetzgeber in enge Grenzen gesetzt. Sind die folgenden Voraussetzungen erfüllt, ist eine Kündigung wegen Eigenbedarfs rechtmäßig.

  • Der Vermieter benötigt die Wohnung für sich oder nahe Angehörige, wie etwa erwachsene Kinder.
  • Der Eigenbedarf darf nicht unter Vortäuschung falscher Tatsachen angemeldet werden, sondern muss wirklich vorliegen.
  • Der Vermieter hat dem Mieter ordentlich und unter Einhaltung der Kündigungsfristen (je nach Mietdauer 3, 6 oder 9 Monate) gekündigt.
  • Im Kündigungsschreiben kann der Vermieter plausibel nachweisen, dass Eigenbedarf besteht.
  • Falls der Vermieter eine Ersatzwohnung zur Verfügung stellen kann, muss er diesen Umstand erwähnen.

Herzliche Grüße aus Hattersheim

Marco Visconti

immobilie-mieten-nachmieter-ablehnen
Ein heiß gehandelter Tipp unter Mietern: “Wenn du früher aus dem Mietvertrag raus möchtest, such’ einfach einen Nachmieter!” Aber ist das auch so einfach?

In genau zwei Fällen trifft es zu:

Zum einen, wenn es eine Nachmieterregelung im bestehenden Mietvertrag gibt, die den Mieter berechtigt, einen Nachfolger zu suchen.

Der zweite Fall benötigt die Zustimmung des Vermieters: Wenn mit dem Vermieter vereinbart wurde, dass der ausziehende Mieter ihm geeignete Kandidaten sucht und der Vermieter einverstanden ist, kann der Mieter unter Umständen mittels einer Vertragsauflösung früher aus dem Vertrag entlassen werden.

Grundsätzlich gilt aber: Der Vermieter muss vorgeschlagene Nachmieter nicht einfach so akzeptieren.