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Von einem Mangel als solchen spricht man, wenn die Mietsache fehlerhaft ist oder sich zum vertragsgemäßen Gebrauch nicht eignet oder wenn eine im Mietvertrag zugesagte Eigenschaft fehlt.

Unter den ersten Punkt fallen zum Beispiel:

  • klemmende Fenster und Türen
  • feuchte Wände und Schimmelflecken
  • eine defekte Heizung oder Dusche
  • ein undichtes Dach
  • unvorschriftsmäßige Elektroleitungen
  • verstopfte Abflüsse
  • ein defekter Rauchabzug
  • undichte Wasserrohre und Armaturen
  • kaputte Stufen oder Geländer im Treppenhaus

Zum zweiten Punkt gehören solche Eigenschaften wie:

  • die Wohnfläche (qm)
  • die behindertengerechte Ausstattung der Wohnung
  • das Vorhandensein eines Balkons oder Kellers

Herzliche Grüße aus Hattersheim

Marco Visconti

Draußen ist es kalt und drin auch! Wenn in der kalten Jahreszeit die Heizung ausfällt, ist das nicht nur ärgerlich, sondern erfordert auch schnelle Abhilfe. Hier einige wichtige Tipps für das Vorgehen im Notfall:

1. Bitte umgehend den Vermieter über den Defekt der Heizung informieren!

2. Bei Nichterreichbarkeit des Vermieters: Setzen Sie eine angemessene Frist von drei bis vier Tagen zur Reparatur.

3. Nach Ablauf der Frist ohne vollzogene Reparatur: Nun haben Sie das Recht, die Notreparatur bei einer Fachfirma in Auftrag zu geben und die Kosten dem Vermieter in Rechnung zu stellen.

4. Fällt die Zimmertemperatur länger als drei Tage unter eine Marke von ca. 22 Grad Celsius, haben Sie das Recht auf Mietminderung.

Herzliche Grüße aus Hattersheim

Marco Visconti

Auf Ihrem Mietkonto geht plötzlich weniger Geld ein und der Mieter begründet das mit einer überhitzten Wohnung aufgrund der hohen Außentemperaturen?
Nun sind Sie verunsichert, da sie nicht genau wissen was rechtens ist und was Sie unternehmen können?
In der Tat ist die Rechtslage leider nicht eindeutig.

Folgende Fakten kann man festhalten:

    • Es gibt keine allgemeine gesetzliche Regelung, die eine Mietminderung um eine bestimmte Prozentzahl festlegt, sobald unerträgliche Temperaturen in der Wohnung herrschen.
    • So ist ein Temperaturanstieg in der Wohnung grundsätzlich kein Mangel, auch nicht in einer Dachgeschosswohnung.
    • Eine Mietminderung bei Hitze kann lediglich unter Umständen begründet sein.
Eine Mietminderung ist trotz hoher Temperaturen in der Regel dann nicht möglich, wenn …
    • … der Wärmeschutz den technischen Anforderungen entspricht, die im Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes galten.
    • … die Aufheizung der Wohnung nicht auf einen baulichen Mangel zurückzuführen ist.

Wenn die Mietminderung nicht rechtens ist, sollten Sie …

    • … der Mietminderung schriftlich widersprechen, mit Begründung, warum sie nicht rechtens ist.
    • … den Mieter auffordern, die ausstehende Miete innerhalb einer bestimmten Frist zu zahlen und eine mögliche Klage ankündigen.

Ihr Marco Visconti